abh feiert 40.-jähriges Jubiläum

Vor 40 Jahren wurde die abh INGENIEUR-TECHNIK GmbH am 1.Mai 1981 von Dipl. Ing. Werner Aulig, Dipl. Ing. Peter Berg und Dipl. Ing. Werner Hesse gegründet, welche auch gleichzeitig Namensgeber für das Kürzel abh waren. Heutzutage wird das Unternehmen von Dipl. Ing. Richard Vogt geführt, welcher bereits seit über drei Jahrzehnten abh mit seinem Wissen und Ideen unterstützt.

Die Gründung von abh ist aus dem Gedanken heraus entstanden, „dass man auch manchmal einfach etwas selbst tun muss“. Alles begann mit dem Firmensitz in der Nesserlander Str. 1 im Handelshof. Anfangs bestand der Kundenkreis aus der lokalen Werft- und Hafenindustrie, sowie lokale Reedereien. Da abh seit jeher sehr innovativ und fortschrittlich arbeitet, entwickelte sich der Kundenstamm sehr zügig und weit über Ostfriesland und dem Emsland hinaus. Kernaspekte der Arbeit waren zunächst Berechnungen aller Art im Schiffbau wie z.B. die Stabilität für Schiffe, Festigkeitsberechnungen, Vibrationsberechnungen und Statiken. Dafür entwickelte abh hauptsächlich auch eigene Programme, welche bei den zuständigen Behörden und Klassifikationsgesellschaften uneingeschränkte Anerkennung fanden.

Ab dem Jahre 1990 begann abh eigene Schiffsentwürfe zu entwickeln. Nennenswert ist das 2.000 tdw Multi-Purpose Schiff, welches gleich nach der Wende in den neuen Bundesländern auf der Rosslauer Schiffswerft für die Reederei Bockstiegel aus Emden entstand. Zwei Jahre später folgte ein großer Schritt für die Firma. Sie wagten gemeinsam mit der Reederei Krey aus Leer den Schritt nach China, wo eine 8er Serie 550 TEU Containerschiffe gebaut wurde. Damit wurde ein großer Meilenstein in dem Unternehmen gesetzt. Seitdem folgten bis zum heutigen Tage verschiedenste Schiffsentwürfe, sowohl für Containerschiffe bis zu 3500 TEU, Schwergutschiffe bis 20.000 tdw, diverse Größen von Multi-Purpose Schiffen über Kühlschiffen und vielen mehr.

Ab dem Jahr 2000 erfolgte die Entwicklung des Transshipper Isken für die Reederei Oldendorff aus Lübeck für Iskenderun in der Türkei. Der Transshipper ist das derzeit größte schwimmende Entladesystem zur Umladung von Kohle aus großen Massengutfrachtern in kleinere Transportbargen. Damit wurde eine einmalige Konstruktion entwickelt, um auf tiefer See Kohle von einem 200000 tdw Bulker auf Bargen umzuladen, sodass das dort ansässige Kraftwerk mit Kohle beliefert werden kann.

Im Jahre 2006 folgte für abh der Schritt in ein neu gebautes Firmengebäude an dem Standort Nesserlanderstr. 76 in Emden und der erste Schritt in die Wind-Offshore Industrie. Es wurden verschiedene Errichterschiffe und Jack-Up Plattformen sowie den Semi-Submersible für das Unternehmen Strabag entwickelt. Nach wie vor hielt abh während der großen, internationalen und anspruchsvollen Projekte aber immer an seinen Wurzeln fest und blieb seinen Kundenstamm in Deutschland treu. So entwickelte abh z.B. nicht nur eine Containerschiff Serie gemeinsam mit der damaligen Cassenes Werft sondern auch die Yacht-passenger-cruiser MS Sunbeam I und II sowie den Artic Cruiser MS „Orion“ für die Hegemanngruppe in Berne und Wolgast, für welche ebenfalls Container-, RoRo- und Schwergutschiffe entwickelt wurden.

Im darauffolgenden Jahr 2007 folgte dann das Design des Schneidkopfsaugbaggers Pirat X für das Bauunternehmen Johann Bunte aus Papenburg, welcher unter anderem für den Ausbau des Jade-Weser Port in Wilhelmshaven eingesetzt wurde. Jedoch strebte abh noch größere Dimensionen an und so folgte 2008 der Einstieg in die Größenordnung von 2800-3500 TEU Containerschiffen. Diese Schiffe wurden ebenfalls für deutsche sowie internationale Reedereien in China gebaut. Zusätzlich entwickelte abh bis ins Jahr 2014 eine Heavy-lift-Schiff Serie bis zu 14.000tdw für die Reederei Jüngerhans, Bockstiegel und der in USA ansässige Reederei Intermarine. Heutzutage fährt die Amber Serie über die Reederei Briese erfolgreich bei BBC in Charter.

Allein bis zum heutigen Tage hat die abh INGENIEUR-TECHNIK GmbH über 500 Schiffe entwickelt und designed, welche die Weltmeere erfolgreich befahren und einen sehr ansprechenden Eindruck in der Branche hinterlassen haben.

Zwischen all den großen und bedeutsamen Projekten liegt abh jedoch ein entwickeltes Projekt in Ostfriesland besonders am Herzen. Der Neubau der Frisia III Fähre auf der Cassens Werft für die Norden-Frisia-AG. Die Frisia III ist die größte Auto- und Passagierfähre der Reederei die seit 2015 im Linienverkehr zwischen der ostfriesischen Insel Norderney und Norddeich verkehrt.
Im nachfolgenden Jahr designte abh eine neue Generation 1162 TEU Containerschiffe mit dem Projektnamen Bengal Max. Dieser Schifftyp wurde im Auftrag von ASSC Hamburg und der MTT Shipping Malaysia in China auf der Mawei Shipyard gebaut.

Im Jahre 2018 investierte abh in einen 3D-Scanner, welcher sich schnell bezahlt machte. Das Unternehmen witterte eine einmalige Chance als Vorreiter in der Vermessungsbranche und zog wieder mal erfolgreich die Aufträge an Land. Das aufwendige und fehlerbehaftete Aufmessen an Bord des Schiffes gehört durch den 3D-Scan der Vergangenheit an. Aus dem digitalen Modell kann abh alle Maße jederzeit entnehmen, sodass kein erneutes Vermessen notwendig ist. Ein 3D Scanner kommt beispielsweise zum Einsatz, wenn ein Kunde etwas auf seinem Schiff nachrüsten oder repariert haben möchte. So wird der 3D-Scan auch dafür verwendet, wenn abh für seine Kunden die Schiffe mit einem Scrubber oder einem Ballastwassermanagementsystem retrofitted. Dies sind neuartige Komponente, welche der Umwelt zur Güte kommen. Ein Scrubber ist demnach eine Abgasreinigungsanlage für Schiffe, welche die Abgase mit Wasser oder Trockengranulat reinigt. So kann je nach System und verwendeten Treibstoff der Ausstoß von Schwefeloxid bis zu 95% gesenkt werden. Und wenn von einem Ballastwassermanagementsystem kurz BWTS die Rede ist, handelt es sich um ein System, welches das Ballastwasser des Schiffes behandelt. Dies geschieht seit 2017 im Rahmen der Ballastwassermanagementkonvention, welche vorschreibt, dass alle Schiffe im internationalen Schiffsverkehr das Ballastwasser gemäß eines schiffsspezifischen Ballastwassermanagementplans nach einem bestimmten Standard behandelt werde müssen, um zu verhindern das Organismen in fremde Gebiete eingebracht werden und dort Krankheiten einschleppen oder einheimische Arten verdrängen.

abh ist seitdem seinen innovativen und fortschrittlichen Ruf weit voraus, denn in den vergangenen sechs Jahren wurde an neuen und nachhaltigen Technologien geforscht. Zum Teil auch mit verschiedensten Kooperationen sowie mit der Fachhochschule Emden/Leer und der Mariko in Leer. So hat abh auch erfolgreich den Einstieg in Erneuerbare Energien in der Schiffs- und Hafenbranche mit dem Fokus auf Wasserstoff gewagt und ist bis heute mit ein führender Projektinitiator. Ein nennenswertes Projekt ist unter anderem die LNG-Technik, welche im Rahmen des EU-Interreg Programms MARIGREEN entwickelt wurde. Dies ist ein Niederdruck-LNG-Tank -und Bunkerspeicherlösung für die Bevorratung vom flüssigen Erdgas. Ebenfalls nennenswert ist das patentierte Projekt HEWIS-High Effecient Wind Farm Installation System. Das System ist auf die Fundamentinstallation für Offshore Windkrafträder mit dem Ziel fokussiert, Fundamentkomponenten schwimmend zu installieren, eine hohe Bauteilverfügbarkeit im Windpark zu gewährleisten und das Gewerk Kolkschutz in den Bauablauf zu integrieren. Der Kolkschutz wird aus geotextilen Sandcontainern aufgebaut und mittels einer Traverse in einem Lift komplett über den zuvor installierten Fundamentpfahl geführt und auf dem Meeresboden abgesenkt, um eine Unterspülung des Fundaments zu verhindern. Für beide Entwicklungen ist die abh der uneingeschränkte Patentinhaber.

Des Weiteren ist abh Projekt Partner des im Rahmen von INTERREG VA Deutschland-Nederland geförderten Projektes H2Watt. Das Projekt hat die Entwicklung eines grenzübergreifenden Technologiecluster für den Aufbau von Reallaboren zur Entwicklung von Komponenten, Verfahren und Systemen zur effizienten Produktion, Speicherung, Nutzung und zum Transport von Wasserstoff im Wattenmeer zum Inhalt. Ziel des Projektes H2Watt ist es, die Wirtschaft beiderseits der Grenze sektorenübergreifend für die neuen Anforderungen und Potenziale, die sich durch die Einführung der Schlüsseltechnologie Wasserstoff ergeben, vorzubereiten und die technologische (Weiter)Entwicklung sowie den Wissenstransfer im Bereich Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben. So wirkt abh unterstützend dabei mit, das Ziel der Insel Borkum im Jahr 2030 von fossilen Energieträgern unabhängig zu sein, zu erreichen.

Abschließend ist noch das im letzten Jahr zum Abschluss gekommene Projekt Wash2Emden zu benennen. Dieses Projekt wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Programms IHATEC gefördert. Neben abh waren unteranderem die Unternehmen NPorts, Tyczka, DBI, Emdion und Mariko daran beteiligt. Ziel dieses Projektes war die Analyse und wirtschaftliche Betrachtung der Umstellung eines Hafens auf eine Versorgung mit erneuerbaren Energien unter Einbeziehung von grünem Wasserstoff als Energieträger, dessen Erzeugung auf einem Elektrolyseverfahren basieren soll.

Und auch mit Ausblick in die Zukunft ist abh nicht zu stoppen. Derzeitig werden verschiedenste Wasserstoffbetriebene Schiffe designet. abh hat eine Vision von Wasserstoff betriebenen Fähren, Wasserstofftaxen und Katamaranen, welche zur Personenbeförderungen genutzt werden können. Ebenfalls arbeitet abh zurzeit an innovativen und nachhaltigen Designs. In Planung ist ein 1.158 TEU Baltic FLEX-FEEDER Containerschiff und ein 1.100 TEU Baltic Dual Fuel FLEX FEEDER Containerschiff mit LNG Antrieb.

abh blickt stolz und dankbar auf ereignisreiche 40 Jahre, mit guten und bestens ausgebildeten Mitarbeitern, die engagiert und loyal hinter Ihrer Firma stehen zurück. Die Firma freut sich auf die kommenden 40 Jahre mit weiteren anspruchsvollen Projekten, kompetenten Partnern und erfolgreiche Zusammenarbeit mit seinen Kunden.

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